Reisebericht Australien2015

Australien 2015

19. Juni

Fahrt DB nach Berlin und Übernachtung im „Hotel am Borsigturm“ ****, Essen in der „Blauen Lagune“, anschließend Bierchen in der „Brasserie“, Alt Tegel.

20.Juni  

Bummel durch Tegel, Transfer zum Flughafen durch Ilse, 16:25 Abflug mit Qatar Airways (!!!) über Doha nach Perth

21. Juni

17:15 Ankunft in Perth, Regen, Matzes Ankunft spät abends am Perth International Airport. Nach den üblichen Einreiseformalitäten (ausnahmsweise ohne Gepäckinspektion, da die Dame vor mir „vergessen“ hatte, ihre Großpackung Weintrauben zu deklarieren), geht es mit dem Taxi zu den City Stay Apartments. Zufall bei der Buchung: schon 1997 hatten wir genau hier übernachtet… Familienbegrüßung am Hotel, und tatsächlich sieht das Apartment noch fast genau wie vor 20 Jahren aus.

22. Juni

Am ersten Tag zunächst Frühstück im Noi Duo Cafe um die Ecke. Dann bummeln wir bei strahlendem Sonnenschein durch die City: Perth Arena, Hay Street, London Court und zum Outdoorshop, um noch eine Hose zu kaufen. Leider findet sich trotz großer Auswahl nichts Passendes. Später werden wir aber in einem anderen Laden fündig. Am späten Nachmittag geht’s hinauf zum Kings Park mit Blick auf die Skyline von Perth. Im Botanical Café trinken wir noch gemütlich einen Kaffee und warten auf den Sonnenuntergang, um später die Skyline auch bei Nacht fotografieren zu können.

23. Juni

Frühstück im selben Café wie am ersten Tag. Anschließend spazieren wir durch die City zum Fähranleger am Swan River. Die Gegend nordwestlich ist eine einzige Baustelle. Im Hafen tummeln sich Pelikane, Kormorane und Delfine. Wir genießen die Sonne bei einem Kaffee am Hafen bevor es wieder zurück in die Häuserschluchten geht. Wir bummeln noch ein wenig durch die Stadt und ein paar Einkaufszentren bevor es abends zurück zum Apartment geht.

24. Juni

Nach einem erneuten Frühstück im Café um die Ecke holen wir unseren Mietwagen für die nächsten vier Wochen ab. Mit der Gewissheit, nicht ins tiefste Outback vorzudringen, lehnen wir das angebotene, extrem teure Satellitentelefon ab, beladen den Allradwagen mit Zelten, Schlafsäcken und unserem Gepäck und auf geht’s zum ersten geplanten Großeinkauf (zum Glück bietet der Wagen genügend Stauraum, so dass wir für die nächsten Tage gut gerüstet sind). Ca. 200 km sind es dann bis zum Pinnacle Desert im Nambung NP, wo wir ca. eine Stunde vor Sonnenuntergang eintreffen, so dass wir für den anstrengenden Tag durch den Anblick der beeindruckenden Kalksteinsäulen in der Abendsonne entschädigt werden. Im Kreis geht es über die Sandpiste durch die Pinnacles und es lass sich locker überall Fotostopps einlegen, da um diese Zeit nicht mehr viel los ist. Anschließend sind es nur noch wenige Kilometer nach Cervantes (Pinnacles Holiday Park), wo wir eine „Cabin“ auf dem Campingplatz vorreserviert haben.

25. Juni

Von Cervantes fahren wir über den Indian Ocean Drive und Geraldton bis zum Kalbarri NP. Nach ca. 350 km und einem Abstecher zur Dynamite Bay (Green Head) machen wir noch einen Stopp am Hawks Head Lookout. Über einen kurzen Wanderweg geht es hinunter zum Murchison River. Auf einem kurzen Abstecher vom Wanderweg taucht plötzlich ein großer, grauer Gegenstand nur ca. 30 cm vor mir im Sichtfeld auf und ich entgehe einer Kollision mit einer dicken Spinne, die in ihrem Netz mitten über dem Pfad hängt, nur knapp. Weiter geht es zur Übernachtung in den Kalbarri Tudor Holiday Park.

26. Juni

Heute schauen wir uns zunächst einige Abschnitte der Steilküste des Parks wie Red Bluff, Island Rock und Natural Bridge an. Am Nachmittag geht es über die Ajana-Kalbarri Road wieder zurück zum Highway. Ein Abstecher über eine sehr sandige Piste führt uns zum Nature’s Window und zum West Loop Lookout am Murchison River, von wo aus sich spektakuläre Blicke über den Canyon bieten. Auf dem Parkplatz des letzten Aussichtspunkts fallen uns erste Mängel an unserem Wagen auf: anscheinend war die Rückleuchte schon einmal herausgebrochen und durch Britz-Mitarbeiter sehr gekonnt mit Klebstoff wieder befestigt worden. Kein Wunder also, dass sich das gesamte Rückleuchtenkonvolut auf den australischen Pisten wieder verselbständigt hat und nur noch am Kabel am Heck herunterhängt. Wenigstens haben wir Pflastertape dabei und kleben die Leuchte mindestens genauso fachmännisch wieder fest.

Unsere Weiterfahrt nach Carnarvon findet ca. 250 km vor dem Ziel am Billabong Roadhouse ein jähes Ende: nach dem Tanken fühlen sich die Bremsen schwammig an und funktionieren nicht mehr einwandfrei. Nach ein paar hundert Metern wenden wir daher und fahren vorsichtig zum Roadhouse zurück. Nach Rücksprache mit der Zentrale steht fest: heute ist keine Hilfe mehr möglich. Der nächste Techniker befindet sich 200 km entfernt in Kalbarri und kann auf Grund der Gefahr eines Wildunfalls (Kängurus) heute nicht mehr losfahren. Er kündigt sich daher für den nächsten Morgen an und wir verbringen die Nacht am Roadhouse.

27. Juni

Am nächsten Morgen muss der Techniker feststellen, dass der Wagen über ein Leck Bremsflüssigkeit verliert und dass hierfür ein Schaden an der Achse verantwortlich ist, der unter den gegebenen Umständen nicht reparierbar ist. Natürlich wird uns vorgeworfen, über dicke Felsbrocken gefahren zu sein, die den entsprechenden Schaden verursacht haben sollen. Dabei ging die Fahrt lediglich über Asphalt und Sandpisten (Pinnacle Desert und Kalbarri NP), auf denen die Steingröße doch eher überschaubar war. Aber die Vermietstation hat ja bekanntlich immer Recht. Nach einiger Telefoniererei muss ein Ersatzfahrzeug organisiert werden, welches aus dem mittlerweile 650 km entfernten Perth zu uns überführt werden muss. Konsequenz: wir verbringen den ganzen Tag und eine weitere Nacht am schönen Billabong Roadhouse. Im Restaurant wird ein Bild von uns an der „Wand der am Roadhouse gestrandeten“ verewigt, eine Ehre, die uns ohne den Vorfall wohl nicht zuteil geworden wäre. Die vorgebuchte Nacht in Carnarvon ließ sich aber zumindest verschieben und wir bekommen für die nächste Nacht noch einen Mietwohnwagen. Spät am Abend erreicht das Ersatzfahrzeug das Roadhouse und wir freuen uns, die Reise am nächsten Tag fortsetzen zu können.

28. Juni

Heute geht es nach Carnarvon. Wir fahren und bummeln ein wenig durch den Ort und machen ein gemütliches Picknick in einem kleinen Park. Da es langsam deutlich wärmer wird, genießen wir noch ein wenig die Nachmittagssonne auf dem Campingplatz.

29. Juni

Das einzige Übernachtungsproblem bezüglich unserer vorgebuchten (und bezahlten Unterkünfte) auf Grund des defekten Mietwagens ergab sich in Tom Price (Tom Price Tourist Park). Hier war eine Verschiebung unserer Buchung (trotz freier Unterkünfte und Anfrage vor drei Tagen) auch nicht gegen eine Gebühr möglich. Vermutlich haben die Inhaber auf doppelte Bezahlung gehofft. Dann eben nicht: wir übernachten stattdessen im Tom Price Motel

30. Juni

Mit einer Verspätung von einem Tag erreichen wir den Karijini NP, so dass wir nur drei Nächte im Karijini Eco Retreat ***** zelten müssen (im Nachhinein nicht unbedingt ein Nachteil, wie sich herausstellen sollte). Nach dem Aufbau der Zelte (mit einigen Schwierigkeiten, ohne Hammer die Heringe in den steinharten Boden zu klöppeln) spazieren wir noch zur Joffre Gorge und zum Lookout der gleichnamigen Wasserfälle. Abends gibt es Gutes aus der Campingküche…

1. – 2. Juli

An den nächsten zwei Tagen klappern wir die unterschiedlichen Schluchten und Wasserfälle im Park ab (Hancock Gorge, Joffre Gorge, Knox Gorge und Dales Gorge). Zu den meisten führen ausschließlich Schotterpisten und auch mit dem Allradfahrzeug fahren wir nicht allzu schnell. In fast jede der Schluchten, an denen es spektakuläre Aussichtsplattformen gibt, führen mehr oder weniger steile Wanderwege hinab. In den Schluchten selbst liegen Pools und Bäche, an denen man entlangwandern bzw. –klettern kann. Zum Teil liegen am Ende der Wege Pools, in denen man baden kann. Im Park soll an einigen Stellen Asbest freigelegt worden sein, von dem wir allerdings nichts zu sehen bekommen. Abends gibt es im Eco Retreat noch Leckeres vom Grill.

3. Juli

Weiter geht es nach Norden in Richtung Port Hedland, wo wir im Cookpoint Holiday Park unser Quartier beziehen. Der Park hat direkten Zugang zur Strandpromenade und wir haben Glück: wir sind zum richtigen Zeitpunkt in Port Hedland, um uns das Schauspiel „Staircase to the Moon“ anzusehen. So wandern wir mit Taschenlampe in der Dunkelheit durch die Dünen am Strand und warten auf den Mondaufgang. Und tatsächlich: die Reflexionen des Mondlichts ähneln Treppenstufen… Nach wenigen Minuten ist das Schauspiel allerdings schon wieder vorbei.

4. Juli

Heute steht mit über 600 km eine der längsten (und eintönigsten) Fahrten auf dem Programm. Einzige Abwechslung: am Straßenrand stehen Termitenhügel, die mit Helmen und Kleidung ausgestattet sind. Nach vielen Stunden und einigen Pausen erreichen wir schließlich Broome. Die Nacht verbringen wir im Broome Vacation Village Caravan Park.

5. Juli

Zuerst fahren wir zum Gantheaume Point, wo man bei Ebbe Fußabdrücke von Dinosauriern bestaunen kann. Leider haben wir mit den Gezeiten nicht so viel Glück, so dass wir lediglich die wunderbare Aussicht beim Kraxeln auf und zwischen den Felsen genießen können. Später geht es zum bekannten Cable Beach, ein Traumstrand ohne Touristenmassen. Wir genehmigen uns ein leckeres Eis bevor es weiter in Richtung Derby geht. Kurz vor Derby machen wir dann einen Abstecher zum bekannten Boab Prison Tree (ca. 1500 Jahre alt), dessen Geschichte aber wohl nur ein Mythos ist… Nach dem Einchecken in der Western Kimberly Lodge geht es zum Einkaufen und für einen Kaffee zum Hafen. Ein richtiger Strand ist nicht vorhanden und die Küste scheint eher ein Schwemmland inklusive Mangrovenwäldern zu sein. Der zur Lodge gehörende Garten ist besonders schön und lädt zum abendlichen Grillen ein. Die Lodge ist auch unser Ausgangspunkt für unseren Trip zu den Horizontal Walterfalls. Da keine weiteren Gäste zu erwarten sind, dürfen wir kostenlos unser Gepäck im Zimmer lassen…

6. Juli

Unsere Tour zu den Horizontal Waterfalls starten wir am kleinen Flughafen in Derby und natürlich haben wir nur das Gepäck für einen Tag und die anstehende Übernachtung dabei. Die Rucksäcke werden in den Schwimmern des Wasserflugzeugs verstaut und es kann losgehen. Wir sind eine kleine Gruppe, die in insgesamt drei Fliegern zum Ziel gebracht wird. Etwa 45 Minuten dauert der Flug mit atemberaubenden Blicken über Land, Flüsse, Bergketten, Inseln und Meer. kurz vor der Landung machen wir einen Schwenk über die Horizontal Falls, um auch einen Eindruck von oben zu bekommen. Der Flug bietet einen kurzen aber spektakulären Blick auf die Wassermassen, die sich durch die enge Felsspalte schieben. Was für ein Naturschauspiel!! Anschließend landen wir sicher in der Bucht, wo unser Hotelboot vor Anker liegt. Nach kurzer Sicherheitseinweisung und Begrüßung der vielen Haie geht’s auf die erste Bootstour: zuerst erkunden wir entlang der Küste die Bucht. Als krönenden Ab-schluss fahren wir durch die Felsspalten, die die Basis der Fälle bilden. Obwohl wir nicht zur Zeit des größten Tidenhubs vor Ort sind, merkt man, welche Kraft die Strömung hat. Wir fahren mehrfach durch die beiden Wasserfälle und erleben einen unvergesslichen Sonnenuntergang auf dem Wasser. Mit einem gemeinsamen BBQ runden wir einen wundervollen Tag ab.

7. Juli

Früh morgens um 6 Uhr gibt es Frühstück. Anschließend fahren wir noch einmal mit dem Boot zu durch die Bucht. Allerdings ist die Strömung an der zweiten Schlucht zu stark als dass wir noch einmal hindurchfahren könnten. Anschließend geht es mit dem Wasserflugzeug wieder nach Derby. Wir stellen unser Gepäck ab und weiter geht’s über ein Stück der Gibb River Road in Richtung Windjana Gorge. Die Piste ist teilweise ziemlich rau, gut dass wir den Allradwagen haben (auch wenn es sich nur um „Crap“ aus Thailand handelt. Hier ist es schon ziemlich warm und wir laufen durch den Busch vom Parkplatz zur breiten Schlucht, durch die sich der leicht ausgetrocknete Lennard River schlängelt. Durch einen Tunnel erreichen wir das Flussbett, wo sich eine große Zahl „Freshies“ in der Sonne aalt. Weitere tierische Beobachtungen: Kakadus, ein junger Waran und Schützenfische…

Als wir wieder am Auto ankommen, bemerken wir auch erste Mängel (wohl durch die holprige Straße) an unserem Ersatzwagen (sollte das Allradfahrzeug nicht für diese Art Straßen gemacht worden sein?). Schrauben am Dachgepäckträger haben sich bereits gelöst. Notdürftig binden wir das Gestänge wieder fest und machen uns über die Gibb River Road auf den Rückweg nach Derby, wo wir eine weitere Nacht in der Western Kimberly Lodge verbringen.

8. Juli

Heute ist unser Tagesziel Fitzroy Crossing, wo wir in der River Lodge für zwei Nächte ein einfaches, feststehendes Zelt gebucht haben. Dieses Mal geht die Fahrt über die den Great Northern Highway, die unser Fahrzeug etwas weniger beansprucht. An einem weiteren riesigen Boab machen wir Pause. Nachmittags erreichen wir die Geikie Gorge und unternehmen eine kurze Rundwanderung bevor wir Fitzroy Crossing erreichen.

09. Juli

Heute ist der richtig bewölkte Tag. Es steht eine Bootstour durch die Geikie Gorge auf dem Programm. Zuerst wandern wir jedoch ein wenig am Fluss entlang, wobei wir einige Vögel beobachten. Auf der Bootsfahrt kommen wir den Klippen recht nahe und am Ende bekommen wir auch noch einige Wallabys zu sehen. Auch in unserem Zelt haben wir noch tierischen Besuch: im Bad krabbelt ein großer Grasfrosch durch den Ausguss und macht es sich bequem.

10. Juli

Am heutigen Tag geht es weiter über den Great Northern Highway zunächst bis nach Halls Creek. Von dort aus machen wir einen kleinen Abstecher zur China Wall. Nach insgesamt ca. 400 km erreichen wir den Bungle Bungle Caravan Park ***** der etwas abseits des Highways an einer Schotterpiste liegt. Hier haben wir ebenfalls für zwei Nächte ein Zelt gebucht, welches ungleich luxuriöser ist als das in Fitzroy Crossing.

11. Juli

Für den gesamten Tag ist ein Ausflug in den Purnululu NP geplant, der nur mittels Allradfahrzeug oder über die Luft zu erreichen ist. Die Fahrt in den Park ist schon ein wenig abenteuerlich: insgesamt 52 km Schotterpiste, mehrere seichte Flussläufe müssen durchquert werden und bei Ankunft im Park sind am Fahrzeug wieder einige Schrauben locker und den Tankdeckel sind wir ebenfalls los (manche Offroad-Fahrzeuge sind eben nicht für offroad gemacht, z.B. anscheinend die von Britz. Erstes Highlight im Park nach dem Besucherzentrum sind die Elephant Rocks. Die restliche Zeit verbringen wir an bzw. in den Bungle Bungles. die wie ein Haufen Bienenkörbe aus der Prärie ragen. Eine Wanderung führt uns zum Cathedral Cove. Auf der Rückfahrt geht es dieselbe Strecke wieder zurück. Noch die ungefähre Stelle, wo wir den Tankdeckel verloren haben müssen im Kopf, halten wir an und gehen ein Stück die Piste entlang. Und tatsächlich finden wir den Tankdeckel wieder (der uns vermutlich sonst mit mehreren hundert Dollar in Rechnung gestellt worden wäre). Den Abend genießen wir auf der kleinen Holzveranda unseres Zeltes.

12. Juli

Zum Frühstück begrüßen uns schon wieder Kängurus, die sich durch unsere Anwesenheit nicht stören lassen. Weiter geht es in Richtung Kununurra, wo wir Zimmer im Lakeside Resort beziehen. Das Resort liegt direkt an der Lilly Creek Lagoon und wir spazieren noch ein wenig über den Campingplatz zur Lagune. Kununurra ist der letzte Ort vor der Grenze zum Northern Territory und wir verbringen hier zwei Nächte.

13. Juli

Zunächst geht es heute auf einen Tagesausflug ins Northern Territory. An der Grenze müssen wir die Uhren eineinhalb Stunden vorstellen. Es geht in den eher unbekannten Keep River Nationalpark. Wir sind ein paar der wenigen Besucher und unternehmen eine schöne Rundwanderung. Hier gibt es ähnliche Felsformationen wir die Bungle Bungles, allerdings in etwas kleinerer Ausführung und ein Stückchen von unserem Wanderweg entfernt. Auf dem Rückweg müssen wir an der Grenze zu Westaustralien halten. Jedes Auto wird vollständig durchsucht und Obst und Gemüse müssen entsorgt werden (Fruchtfliegengrenze). Nur gut, dass die Grenze irgendwo im Nirgendwo liegt, sonst müsste man hier wohl mehrere Tage warten…

Am späten Nachmittag geht es noch in den bei Kununurra gelegenen Mirima Nationalpark. Die Wege sind hier asphaltiert, aber wir unternehmen noch einen schönen Spaziergang durch Felsformationen und den Busch. Nach kurzen Aufstieg ergibt sich auch noch ein schöner Blick über Kununurra.

14. Juli

Wir verlassen endgültig Westaustralien und fahren weiter in Richtung Timber Creek. In Richtung Northern Territory kann die Grenze ohne Kontrolle passiert werden. Durch die Zeitumstellung ist der Tag recht kurz. Immer wieder kommen uns Kolonnen von Militärfahrzeugen entgegen, da nördlich des Victoria Rivers ein riesiger Truppenübungsplatz der Australier, Amerikaner und Briten liegt. Kurz vor Timber Creek kommen wir dem Fluss sehr nahe und wir laufen ein Stück über die Brücke, die zum Militärgelände führt. Das Ende der Brücke ist hermetisch abgeriegelt und auch ein Wachtposten findet sich hier. Wir fahren weiter bis nach Timber Creek, wo wir im Wirib Tourism Park übernachten.

15. Juli

Heute geht es bis nach Katherine, wo wir zwei Übernachtungen im Shady Lane Tourist Park gebucht haben. Wir bekommen eine schöne „Cabin“ auf Stelzen mit großer Terrasse und Parkplatz unterm Haus. In Katherine dann das nächste Problem: auf dem kleinen Supermarktparkplatz fährt uns jemand beim Ausparken eine Delle in den Wagen und begeht Fahrerflucht. Es findet sich zwar ein Zettel mit einem Autokennzeichen, dies scheint aber nicht weiterzuhelfen oder aber es ist den Aufwand nicht wert. In Australien muss man nicht versichert sein und bei Nichtversicherung zahlt derjenige, der eben versichert ist. Am Ende kann der Vermieter ja auch noch zusätzlich Knete machen, wenn er bei jedem Schaden die Selbstbeteiligung kassiert, aber dann doch nicht reparieren lässt. Vielleicht ist es auch deswegen zu aufwändig, den Unfallverursacher ausfindig machen zu lassen.

16. Juli

Geplant ist heute eine Bootstour im Nitmiluk Nationalpark (Katherine Gorge). Zuletzt waren wir hier vor einigen Jahren und es hat sich einiges verändert. Dort, wo damals ein kleiner Nationalpark-Campingplatz unter Bäumen mit Flughunden lag, finden sich jetzt ein großes Besucherzentrum und riesige asphaltierte Parkplätze. Auch wenn die Besucherterrasse des Restaurants direkt am Fluss sehr schön gelegen ist, so hat dieser Ort doch einiges von seinem ursprünglichen Charme verloren. Krönung ist das Dröhnen der Rotorblätter der Hubschrauber, die mit schöner Regelmäßigkeit Touristen über die Schlucht fliegen, um einen Blick von oben zu erhaschen. Die Tour durch fünf Schluchten (die wir vor einigen Jahren unternommen hatten) wird leider nicht mehr angeboten. Sie beinhaltete auch immer eine nicht ganz leichte Wanderung und anscheinend gibt es bei solch einem Touristenansturm immer einige, die sich geringfügig überschätzen müssen oder aber mit Flipflops über Stock und Stein klettern. Auf Grund einiger notwendiger Rettungsaktionen samt Helikopter wurde die längeren Touren komplett gestrichen (wer will sich schon von einem Ranger sagen lassen, dass man körperlich wohl nicht in der Verfassung ist, eine bestimmte Tour zu buchen…). Am Ende ist es dann immerhin noch eine Halbtagestour für den Nachmittag. Zuerst kraxeln wir daher zum ersten Aussichtspunkt oberhalb der Schlucht mit schönem Blick über Canyon und Fluss. Die anschließende Bootstour ist dennoch äußerst schön: wir sehen Aborigine Wandmalereien, Süßwasserkrokodile und vor allem Kanus. Zweimal müssen wir das Boot wechseln und jeweils ein Stück über Land zurücklegen. Am Ende führt noch eine kurze Wanderung zu einem kleinen Pool mit Wasserfall, wo man sich noch ein wenig abkühlen kann.

Nachts dann noch eine Überraschung: ein Geburtstagsanruf aus Deutschland. Das passiert, wenn man bei Facebook mutwillig ein falsches Geburtsdatum angibt, auch wenn man sich schon einige Jahre kennt…

17. Juli

Erster Stopp ist wieder der Nitmiluk Nationalpark, allerdings ein anderer Teil. Wir fahren zu den Edith Falls und unternehmen eine wunderschöne Rundwanderung. Diese führt uns am Pool entlang erst steil nach oben, von wo aus wir einen spektakulären Blick auf die Umgebung haben. Am Ende liegt ein weiterer Pool mit Wasserfällen. Hier wimmelt es nahezu an Touristen mit Handtüchern. Auf der anderen Seite geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt und schließlich fahren wir nach Batchelor, dem Tor zum Litchfield Nationalpark. Wir haben ein niedliches Ferienhaus im Batchelor Holiday Park und jeden Abend werden die tropischen Vögel und Papageien gefüttert. So bekommen wir noch einige der flinken Schönheiten vor die Kamera.

18. Juli

Für heute ist eine Fahrt zu den weiter entlegenen Attraktionen dies Litchfield Nationalparks geplant. Zunächst geht es zu den Wangi Falls. Eine Wanderung führt zwischen Bäumen mit Flughunden hinauf auf das Plateau oberhalb der Wasserfälle und anschließend wieder hinunter zum Pool. Auch hier gibt es inzwischen ein Besucherzentrum und ein Café. Ein Stück weiter geht es zu den sogenannten Cascades. Eine Wanderung führt den kleinen Flusslauf entlang und wird zum Ende hin ein wenig abenteuerlich (Überquerung über wackelige Felsbrocken und Baumstämme, handtellergroße Spinnen…). Das Ende wird durch ein paar kleine Kaskaden markiert und es geht über denselben Pfad wieder zurück. Letzte Station für heute sind die Tolmer Falls bevor es wieder zur Unterkunft geht, wo wir uns noch ein wenig ausruhen. Abends gibt es Pizza auf der Terrasse der Rum Jungle Tavern in Batchelor.

19. Juli

Ein zweiter Abstecher in den Park führt uns zur sogenannten Lost City. Im Nachhinein erfahren wir, dass wir diese Strecke mit dem Mietwagen eigentlich nicht hätten fahren dürfen. Während Mutter zusehends nervöser wird, nimmt Vater die Strecke ganz locker. Hier macht das Fahrzeug wider Erwarten keine Probleme, aber vielleicht gibt es auch schon gar keine Schrauben mehr, die sich noch lockern könnten. Das Ziel ist dann weniger aufregend als die Fahrt dorthin. Es handelt sich einfach um einen großen Haufen Steinsäulen im Busch… Der Parkplatz an den Florence Falls ist dann total überlaufen. Wir können froh sein, irgendwann einen Platz zu ergattern aber wir laufen nur ein wenig den Pfad hinunter, um Bilder von den Wasserfällen zu machen. Ein Kreischen und Schreien deutet an, dass es am Pool unten voller als in einem Freibad ist. Leider haben auch diese Orte nichts mehr von der wildschönen Romantik von vor zwanzig Jahren und sind auch eher zu einem Rummelplatz verkommen. Wir brechen schnell wieder auf und machen noch einen kurzen Stopp an den Termitenhügeln der magnetischen Termiten. Diese errichten ihre Bauten nach dem Magnetfeld der Erde und erreichen so eine optimale Sonneneinstrahlung für ihren Bau.

20. Juli

Heute geht es nach Darwin. Wir fahren bis ins Zentrum und bummeln dann ein wenig durch den Park an der Küste, am Parlament und durch die Innenstadt. Nachmittags geht es dann wieder raus aus der Stadt und wir übernachten ein Stück außerhalb im Oasis Tourist Park.

21. Juli

Um noch ein paar Salzwasserkrokodile zu sehen, geht es in ein nahegelegenes Feuchtgebiet: zum Corroborree Billabong. Hier finden Bootstouren statt oder man kann sich gar für mehrere Tage ein Hausboot mieten. An unserem letzten Tag im Outback passiert es dann doch. Auf der Anfahrt springt vor uns ein kleines Känguru auf die Straße. Es springt neben uns her und dann plötzlich doch in den Hinterreifen anstelle vom Fahrzeug weg. Die Bootstour ist klasse und wir sehen neben den „Salties“ noch einige weitere Tiere wie Jabirus, Bienenfresser, Wasserbüffel und Kormorane. Wir übernachten direkt in Darwin im Darwin Palm City Resort.

22. Juli

Nach der Rückgabe des Mietwagens, bringt ein Taxi Matze zum Flughafen. Über Singapur geht es zurück nach Frankfurt.

23. -26. Juli

Für den „Rest“ geht es weiter nach Adelaide. Hier stehen noch vier Nächte im Ibis Hotel **** samt Familienbesuch auf dem Programm.

27. Juli

Heute heißt es Abschied nehmen von Australien. Über Melbourne geht die Reise wieder zurück nach Berlin und dann mit der Bahn nach Hause.