Reisebericht Kanada 2017

Kanada 2017

28.Juli

Bahnfahrt nach Amsterdan, Übernachtung im „Ibis“

29. Juli

Die Anreise erfolgt von Bremen bzw. von Amsterdam getrennt (Zubringerflüge nach Frankfurt). Bezüglich des Transfers in Frankfurt wird mal wieder deutlich: mindestens zwei Stunden. Die Organisation der Terminals und der Sicherheitskontrollen sind so (vorsichtig ausgedrückt) zeitintensiv, dass man das Terminal mal wieder schweißgebadet nur 10 Minuten vor dem „Boarding“ erreicht. Erleichtert geht es dann auf die Reise. Nach ca. der Hälfte des Fluges wird es unruhig: nicht etwa wegen Turbulenzen, sondern auf Grund der grandiosen Aussicht vom Flieger auf die Fjorde und verschneiten Berge Grönlands. Alle Passagiere hängen am Fenster und zücken ihre Handy-Kameras und kommen aus dem Fotografieren nicht mehr heraus bis die sich schließende Wolkendecke der Unruhe ein Ende bereitet.

Wir erreichen Westkanada wenige Stunden später. Bei traumhaftem Wetter sinken wir zwischen den Bergketten hinab in Richtung Vancouver. Die Zollerklärung an den aufgestellten Computern liefert ein paar interessante Fotos. Zum Glück ist das Flughafenpersonal nachsichtig. Dennoch dürfen wir die Bilder nicht behalten, schade… Mit dem Taxi geht es zum Hotel (Landis Hotel & Suites) in ein großes Apartment. Wie schon seit Wochen ist es hier in Kanada sommerlich heiß und wir ziehen uns dementsprechend erst einmal um. Trotz der langen Anreise spazieren wir noch durch die Innenstadt in Richtung Hafen (Fährterminal Waterfront, Canada Place, Vancouver Convention Centre) sowie nach Gastown. Hier ergattern wir draußen einen Platz zum Abendessen bevor es dann relativ früh wieder zurück zum Hotel geht, um ein wenig Schlaf zu tanken.

30. Juli

Nach einem ausgiebigen (aber einfachen) Frühstück steht heute ein weiterer Tag in Vancouver auf dem Programm. Zuerst geht es zu Fuß durch die Stadt nach Yaletown und zum Yachthafen. Von hier setzen wir mit dem Wassertaxi über zum südlich gelegenen Fährterminal Stamps Landing. Hier spazieren wir am Hafen entlang und dann in den Charleson Park. Von hier aus gelingen uns ein paar schöne Aufnahmen von der Skyline, auch wenn wir hierfür gefühlte 50 Fotografierversuche eines chinesischen Touristen abwarten müssen. Letzterer versucht sich in einer handybasierten Panoramaaufnahme, allerdings in einer Position, die es keinem anderen erlaubt, ein Foto ohne eben diesen Touristen zu schießen. Von hier aus laufen wir zur nächsten U-Bahn Station und fahren dann zum Hauptbahnhof an der Waterfront. Wir bummeln ein wenig am Hafen entlang und genehmigen uns eine Kaffeepause mit Blick aufs Meer. Anschließend nehmen wir den Bus in den Stanley Park. Hier geht’s dann über ein paar Wanderpfade zur Lions Gate Bridge und dem Prospect Point Lookout. Mit dem Bus fahren wir dann wieder zurück zur Waterfront und nehmen die Fähre nach North Vancouver. Wir bummeln ein wenig durch ein kleines Einkaufszentrum und in einen Park, wo einige Zelte und Buden im Rahmen einer Veranstaltung aufgebaut sind. Nach der Rückfahrt geht es noch auf den Turm zum Vancouver Lookout, um die Stadt noch einmal von oben zu sehen. Ein anstrengender, aber schöner Tag wird letztlich noch durch ein Menü in der „Old Spaghetti Factory“ abgerundet.

31. Juli

Nach dem Frühstück auf der Hotelterrasse fahren wir mit dem Taxi ein ganzes Stück in einen Vorort von Vancouver, wo sich die Zentrale von Canadream befindet, bei der wir unser Wohnmobil für die nächsten Wochen gemietet haben. Hier wird uns noch weißgemacht, dass relativ unproblematisch sei, auch kurzfristig noch einen Stellplatz für Übernachtungen zu bekommen. Ein paar Tage später sollten wir eines besseren belehrt werden. Über den Highway Nr. 1 verlassen wir die Metropolregion Vancouver über Abbotsford und Chilliwack. Auch unseren ersten Großeinkauf erledigen wir kurz nach der Fahrzeugübernahme. Unser Tagesziel ist Hope, wo wir auf dem Wild Rose Campground übernachten. Hier ist der Himmel bereits durch Rauschschwaden bedeckt und es riecht permanent leicht verbrannt: seit Wochen herrschen in Westkanada große Waldbrände und große Flächen sind dem Feuer bereits zum Opfer gefallen.

1. August

Von Hope geht es weiter auf der 1 in Richtung Norden. Der Himmel (obwohl wolkenlos) ist meistens auf Grund des Qualms nicht zu sehen und die angesagten hohen Temperaturen werden am Boden nicht erreicht, da die Sonne kaum durch den Rauch dringen kann. Unser erster Stopp ist Hell’s Gate. Mit einer kleinen Gondel fahren wir hinab (ja, richtig: der Highway liegt oben) über den reißenden Strom. Hier gibt es eine Terrasse mit ein paar Aussichtspunkten, ein Café und auch von einer Brücke kann man den Fluss betrachten. Eine kleine Ausstellung erzählt die Geschichte dieser Gegend und Streifenhörnchen sowie verschiedene Vögel tummeln sich hier. Nach kurzer Zeit geht es wieder nach oben und dann weiter in Richtung Kamloops. Hier kommen wir aus dem Qualm heraus, aber der Campingplatz von Kamloops sagt uns gar nicht zu, so dass wir ein Stück weiter nach Norden fahren. Der Pinegrove Campground  **** ist wunderschön im Wald gelegen und die hilfsbereite Augsburger Inhaberin gibt uns einige nützliche Tipps.

2. August

Weiter geht es in Richtung Norden nach Clearwater, dem Tor zum Wells Gray Provincial Park. Nach der Ankunft ergattern wir einen Stellplatz Auf dem Clearwater KOA Campground und nachdem wir uns das Plätzchen für die kommende Nacht gesichert haben fahren wir in den Park. Dieser ist vor allem bekannt für einige spektakuläre Wasserfälle. An den Unterschiedlichen Stopps führen kurze Wanderungen oder Spaziergänge zu den Spahats-, Dawson– und den Helmcken Falls. Zum Glück ist es jeweils nicht besonders weit, da die Nachmittagssonne doch inzwischen verdammt heiß ist.

3. August

Unser nächstes Ziel ist Valemount. Auf halbem Weg machen wir Rast in dem kleinen Ort Blue River. im Ort liegt der kleine Eleanor Lake, ein kleiner Badesee mit Sandstrand. Hier machen wir eine Picknick- und Kaffeepause. Direkt dahinter führt eine Bahntrasse entlang. Neben einem endlos langen Güterzug kommt auch der Rocky Mountaineer vorbei. In Valemount checken wir auf dem iRVin’s RV Park & Campground ein. Hier erfahren wir zum ersten Mal, dass es keine gute Idee ist, ohne Reservierungen im Sommer in die kanadischen Rockies zu fahren. Während des gesamten Sommers sind die meisten Campingplätze komplett ausgebucht. Vor allem Kanadier und Amerikaner sind mit ihren Riesenbussen unterwegs (inklusive Flachbildfernseher, Satellitenschüssel und teilweise mit extra Smart oder Motorrad im Kofferraum. Solch ein Gefährt nimmt gut und gerne zwei bis drei Stellplätze (nach europäischem Maßstab) ein und wenn dann der US Dollar günstig (ungünstig?) steht… Diese Informationen verursachen erste leichte Panikattacken und wir beschließen, direkt entsprechende Telefonate zu führen, um eventuell doch noch einen Stellplatz in den begehrten Jaspar und Banff Nationalparks zu ergattern. Und wir haben tatsächlich Glück: für vier Tage später können wir drei Nächte auf dem Wapiti Campground bei Jasper klarmachen und auch ein paar Tage später fünf Nächte auf dem Tunnel Mountain Trailer Campground. Dazwischen fehlen zwar noch zwei Nächte, für die können wir aber auch noch versuchen, etwas außerhalb der Nationalparks zu organisieren. Wir sind sehr erleichtert und die Inhaberin des iRVin’s RV Parks versichert uns, dass dieser Erfolg so gut wie ein Lottogewinn sei. Anscheinend wurden Buchungen abgesagt, was normalerweise eher selten vorkommt. Erleichtert machen wir uns noch auf den Weg in Richtung Mount Robson. Auf einem Parkplatz oberhalb des Fraser Rivers ergibt sich ein traumhafter Blick auf den höchsten Berg der kanadischen Rockies. Was für ein Klotz! Unter ein paar Bäumen finden wir eine Bank für ein weiteres kleines Picknick und spazieren ein wenig hinunter zum Fluss.

4. August

Heute ist es bewölkt und relativ kühl. Wir unternehmen einen Tagesausflug über Mount Robson nach Jasper. Irgendwann erwischen wir einen Parkplatz für das große Wohnmobil (es stehen wirklich reihenweise PKW auf den speziell für Wohnmobile gekennzeichneten Stellflächen) und bummeln durch das Städtchen. Wir besorgen uns Informationen im Besucherzentrum, schauen uns den Bahnhof an und versuchen als Souvenir Pullover oder T-Shirts mit dem 150 Jahre Kanada Aufdruck zu bekommen. Es geht die gleiche Strecke wieder zurück, aber der Mount Robson ist heute unter einer dichten Wolkendecke begraben. In Valemount klart es abends allerdings schon wieder auf und für die nächsten Tage ist wieder mit schönem Wetter zu rechnen.

5. August

Für heute ist nicht viel geplant: Einkaufen in Valemount und anschließend ein Abstecher zum Mount Robson und dem gleichnamigen Besucherzentrum. Von der Veranda hat man einen tollen Blick auf den Berg und im Zentrum gibt es reichlich Information zum Berg und dem Berg Lake Trail, einem der schönsten Wanderwege in Kanada. Videos zeigen die Wanderung und Informationen zum Umgang mit Bären. Es steht fest: irgendwann muss ich auch wenigstens ein Stück dieser Wanderung unternehmen (im folgenden Jahr sollte es dann auch schon so weit sein). Auch heute ist der Gipfel wieder zu sehen und wir machen noch einige weitere Bilder.

6. August

Manchmal ist es auch schön, einen Ruhetag einzulegen. So unternehmen wir heute nichts und verbringen den ganzen Tag auf dem Campingplatz: lesen, Karten spielen und erholen…

7. August

Wir verlassen Valemount wieder in Richtung Jasper. Kurz vor Jasper steht ein großer Hirsch direkt am Straßenrand, aber leider ist es hier nicht möglich anzuhalten, um ein Foto zu machen. In Jasper geht es zum Pyramid Lake, wo wir am See picknicken. Ein Stück weiter führt ein kurzer Wanderweg über eine Brücke auf eine kleine Insel. Auf dem Rückweg nach Jasper sind ein paar Wapitis im Wasser zu sehen, die von Touristen, die ein Foto erhaschen wollen, belagert werden. Wir steuern den Wapiti Campground an, der wunderschön im Wald gelegen ist. Nach anspruchsvollem Einparken auf unserem Stellplatz spazieren wir noch ein wenig durch den Wald in Richtung La Biche River.

8. August

Heute geht es ein Stück in den Jasper Nationalpark hinein. Wir entscheiden uns zunächst für die Alternativroute (93A). An einem kleinen See bietet sich früh morgens ein schöner Ausblick. Die romantische Ruhe wird allerdings jäh durch eine Gruppe chinesischer Touristen gestört, die lauthals kommentierend Selfies schießen. Nach einigen weiteren Kilometern erreichen wir die Athabasca Falls. An verschiedenen Aussichtspunkten hat man einen guten Blick auf die Wasserfälle und ein kleiner Wanderweg führt weiter den Fluss hinunter. Auch hier wird wieder einmal deutlich: für ein gutes Foto sind die Menschen bereit, ihr Leben zu riskieren. Absperrungen stellen kein Hindernis dar, um möglichst dicht an den Abgrund zu gelangen. Von hier aus folgen wir dem Icefield Parkway noch ein Stück weiter nach Süden. Wir erreichen den spektakulären Glacier and Goats Lookout und wenig später die Sunwapta Falls. Eine Wanderung führt um die Wasserfälle herum zu verschiedenen Aussichtspunkten. Dann geht es wieder zurück in Richtung Jasper. Nachmittags nehmen wir die Sky Tram. Auch wenn wir ca. eine Stunde warten müssen, lohnt sich der Ausblick allemal. Auch der Mount Robson ist in der Ferne zu sehen. Anschließend geht es zurück zum Wapiti Campground und wir machen uns einen gemütlichen Abend.

9. August

Wir fahren in Richtung Maligne Lake. Auf dem Weg kommen wir am Medicine Lake vorbei. Am Maligne Lake laufen wir ein Stück den See entlang und schließlich geht es auf eine ca. 90 minütige Bootstour auf die andere Seite des Sees bis nach Spirit Island. Auch wenn das Boot voll ist und viele Touristen diese Tour unternehmen (man muss mindestens mehrere Tage im Voraus buchen), so lohnt es sich für uns: die Landschaft ist einmalig schön und am Ziel verlaufen sich die Touristen auch ein bisschen, da es einen kleinen Rundwanderweg gibt. Nach der Rückkehr schauen wir uns noch ein paar Souvenirläden an. Endlich kriegen wir einen Pulli mit dem 150 Jahre Logo.

10. August

Bei traumhaftem Wetter geht es über den Icefield Parkway nach Süden. Alle paar Kilometer gibt es Fotostopps (Mt. Edith Cavell, Athabasca Pass, Columbia Icefield, Peyto Lake, Bow Lake…). Gut, dass wir einen ganzen Tag lang Zeit haben. Da wir für die nächsten beiden Nächte keinen Stellplatz im Nationalpark haben, fahren wir nördlich von Lake Louise auf den Canada Highway 1 über Field nach Golden. Hier sind wieder Rauchschwaden unterwegs und wir übernachten auf dem Golden Golf Club R&V Park. Dieser ist schön gelegen, aber sehr einfach: sanitäre Anlagen gibt es nur tagsüber im Golfclub und nachts stehen Dixie-Klos bereit. Diese sind aber sehr sauber und wir sind froh, überhaupt einen Stellplatz bekommen zu haben. Abends essen wir im Golf-Club.

11. August

Eigentlich ist ein Ausflug in den Glacier Nationalpark geplant. Die Nachrichten zeigen allerdings, dass dort ebenfalls ein großer Waldbrand wütet. Daher entscheiden wir uns, den Tag weitestgehend zu entspannen. Wir fahren nach Golden und zum Besucherzentrum, bummeln ein wenig durch den kleinen Ort und fahren anschließend noch ein kleines Stück den Columbia River hinunter. Den Nachmittag verbringen wir auf dem Campingplatz und abends spazieren wir noch ein Stück über den Golfplatz bis uns die Mücken zum Rückzug zwingen.

12. August

Unser erster Stopp auf dem Weg nach Banff ist der Emerald Lake im Yoho National Park. Die Farben werden aber leider nicht deutlich, da die Sonne wieder durch Rauchschleier verdeckt wird. Auf dem Rückweg halten wir noch kurz an der sogenannten Natural Bridge und fahren anschließend weiter bis nach Banff. Hier bummeln wir ein wenig durch die Stadt, die voll von Souvenirgeschäften, Cafés und Restaurants ist. Anschließend geht es zum Tunnel Mountain Trailer Campground, wo die nächsten fünf Übernachtungen gebucht sind.

13. August

Heute ist wieder ein ruhiger Tag geplant. Gegen Mittag unternehmen wir einen kleinen Ausflug zum Lake Minnewanka, aber das Wetter ist heute auch nicht besonders gut. Auf der Straße, die am See entlangführt, traben einige Rocky Mountain Schafe herum, was sofort einen Stau verursacht. Jeder muss anhalten, aussteigen und fotografieren… (wenn schon kein Bär in der Nähe ist). Nachmittags gibt’s natürlich Kuchen und abends machen wir noch einen Spaziergang.

14. August

Auch heute ist kein größerer Ausflug geplant. Es geht es wieder nach Banff, wo weder ein wenig bummeln (über den Bow River, zum Buffalo Nations Museum und zum Cascade of Time Garden mit dem Verwaltungsgebäude des Banff Nationalparks). Da wir für die letzte Nacht vor dem Abflug immer noch keinen Stellplatz haben, fahren wir außerdem nach Canmore, um dort im Informationszentrum nach Möglichkeiten zu fragen. Leider kann uns hier auch niemand so richtig helfen, da in der Umgebung alles ausgebucht ist. Letztendlich (nach viel Telefoniererei) können wir noch einen Platz auf dem Bow Valley Campground **** ein ganzes Stück in Richtung Calgary reservieren.

15. August

Heute geht es zuerst über den Highway 1A zum Johnston Canyon. Die Parkplätze am Beginn des Wanderwegs sind voll und auch am Highway selbst stehen schon überall Autos: der Park ist im Sommer ziemlich überlaufen. Auf einem weiter entfernten Parkplatz sind wir schließlich erfolgreich. Auch der Weg durch den Canyon ist entsprechend überlaufen: fast im Gänsemarsch geht es hinauf bis zu den Lower Falls. Hier heißt es Anstehen, um ein Foto zu machen bzw. um durch einen Tunnel direkt zu den Fällen zu gelangen. Trotz striktem Verbot, Tiere zu füttern, ist deutlich an den zahmen Streifen-hörnchen zu erkennen, dass dieses Verbot hier kaum jemanden interessiert. Es geht den gleichen Weg wieder zurück und dann weiter nach Lake Louise. Hier ist der Touristenansturm noch größer und unser Versuch, zum Moraine Lake oder zum Lake Louise zu gelangen, scheitert kläglich. Die Straße zum Moraine Lake ist komplett gesperrt und jedem vorbeifahrenden Fahrzeug wird bedeutet, weiterzufahren. Keine Chance. Auch am Lake Louise sind alle Parkplätze voll und man wird lediglich durchgewunken. So geht es wieder zurück zum Highway und von dort auf einen riesigen Überlaufparkplatz. Von hier gibt es wenigstens kostenlose Busse zum Lake Louise. Der Trubel am See war schon fast vorherzusehen, aber die auf Grund der Menschenmassen erscheint der See auch schon gar nicht mehr wirklich schön. Wahnsinnig viele chinesische Reisegruppen haben hier einen ihrer wichtigsten Sightseeing Spots. Auch heute ist der Himmel hier wieder von Rauch bedeckt. Wir laufen nur ein wenig am See entlang und stellen uns dann wieder in die Schlange für den Bus. Man kann nur jedem raten, entweder sehr früh (vor 8 Uhr) oder aber in der Nebensaison hierherzukommen…

16. August

Wir bleiben heute wieder in der Umgebung von Banff. Auf Grund des Rauchs lohnt es sich nicht, mit der Gondel auf den Berg zu fahren. Zuerst machen wir einen Abstecher zu den Hoodoos, einer Gruppe von Kalksteinfelsen, die aus der Ferne wie Figuren aussehen. Später geht es dann noch zum Mount Norquay, im Winter ein Skigebiet, im Sommer ein Aussichtspunkt und Wandergebiet. Aber auch hier lohnt es sich auf Grund der schlechten Sicht nicht, mit dem Sessellift noch höher zu fahren.

17. August

Wir verlassen den Banff Nationalpark und machen einen Abstecher über den Highway 40 ins Kananaskis County. Hier gibt es einige schöne Aussichtspunkte und nach einigen Kilometern erreichen wir die beiden Seen „Upper“ und „Lower Kananaskis Lake“. Nachmittags erreichen wir den Campingplatz, wo wir einen richtig schönen Stellplatz bekommen. Es sind zwar keine modernen sanitären Anlagen in unmittelbarer Nähe, dafür liegt der Platz wunderschön im Wald. Als wir am Tisch sitzen steht plötzlich ein Reh fast direkt neben uns und beobachtet uns.

18. August

Vorletzte Etappe: von den Rockies geht es durch die Prärie in Richtung Calgary. Wir fahren über den Highway am Ghost Lake entlang bis nach Cochrane. Dort bummeln wir ein wenig durch die Stadt und genehmigen uns ein Eis an der angeblich besten Eisdiele Kanadas (MacKay’s Ice Cream). Entlang der Hauptstraße gibt es ein paar kleine Geschäfte und historische Bauten. Von Cochrane geht es ein Stück nach Norden: hinter der Shell Tankstelle an der Kreuzung von Cowboy Trail und Big Hill Springs Road liegt der RV Park, wo wir unsere letzte Nacht vor der Abreise verbringen. Nichts Besonderes, dafür aber nicht weit von Calgary entfernt, wo wir am nächsten Tag das Wohnmobil wieder abgeben.

19. August

Heute ist es nur noch ein kurzes Stück bis zur Zentrale von Canadream in Calgary. Kurz vor der Rückgabe des Fahrzeugs noch kurz auftanken und schließlich die Formalitäten bei der Rückgabe. Alles verläuft reibungslos und anschließend geht es mit dem Shuttlebus zum Flughafen in Calgary. Die Wartezeit überbrücken wir in der Aspire Airport Lounge. Interessanterweise gib es bei der Ausreise keine Passkontrolle mehr. Da es sich um einen Nachtflug handelt, ist von Grönland diesmal nichts zu sehen.

20. August

Nach gut 10 Stunden kommen wir in Frankfurt an. Kurz vor dem Anschlussflug wird es hier natürlich wieder ein wenig stressig, da man erneut durch die völlig überfüllte Sicherheitskontrolle muss. Gerade noch rechtzeitig erreichen wir unsere Anschlussflüge. Trotzdem ein wunderschöner Urlaub und nach kurzer Zeit vermissen wir bereits wieder die Berge und die tolle Landschaft Kanadas.